Zu- und Fortzüge nach Deutschland 2000–2024
Wanderungsbilanz: Zuzüge und Fortzüge über die Grenzen Deutschlands. Datenquelle: Destatis / BAMF.
📊 Key Insights
- → 2022 erreichte der Zuzug mit 2,12 Mio. einen historischen Höchststand — vor allem durch Ukraine-Flüchtlinge.
- → Die Wanderungsbilanz (Zuzug minus Fortzug) war 2022 mit +1,35 Mio. extrem positiv.
- → 2020 (COVID) brach der Zuzug auf 780.000 ein, erholte sich aber schnell.
- → Der Fortzug bleibt relativ stabil zwischen 600.000 und 900.000 pro Jahr.
Zu- und Fortzüge nach Deutschland 2000–2024
Migration ist ein prägendes Merkmal der deutschen Gesellschaft. Seit Jahrzehnten verzeichnet Deutschland positive Wanderungssalden — mehr Menschen wandern ein als aus. Dies hat die Bevölkerungsentwicklung, den Arbeitsmarkt und die soziale Zusammensetzung des Landes maßgeblich beeinflusst.
Die Wanderungsbewegungen wurden von verschiedenen Ereignissen geprägt: Der EU-Osterweiterung ab 2004 folgte ein stetiger Anstieg der Zuwanderung. Die Flüchtlingskrise 2015 markierte einen ersten Höhepunkt mit 1,65 Millionen Zuzügen. Der russische Angriff auf die Ukraine trieb die Zahlen 2022 auf ein neues Rekordniveau.
Gleichzeitig wandern jährlich zwischen 600.000 und 900.000 Menschen aus Deutschland ab — darunter viele deutsche Staatsbürger, die ins Ausland gehen, aber auch zurückkehrende Migranten. Die Nettozuwanderung bleibt aber durchgehend positiv.
Die Zuwanderung ist für Deutschland aus demografischen und wirtschaftlichen Gründen existenziell wichtig. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung schrumpfen und der Fachkräftemangel sich dramatisch verschärfen. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll die gezielte Anwerbung erleichtern.
Das Zweiliniendiagramm zeigt die Entwicklung von Zu- und Fortzügen über 25 Jahre und macht die Migrationswellen sichtbar.
Datenquelle: Destatis / BAMF. 1.000 Personen. Stand: Juni 2025.